Kosmetikmarken – zieht Euch warm an!

Lidl startet Werbekampagne fŸr Beauty-Eigenmarke Cien / Sophia Thomalla wird das neue Gesicht der Kosmetik- und PflegelinieIn den letzten Monaten sehe ich immer mehr „klassische“ Werbung für Kosmetikmarken des Handels: die Drogeriemarktkette „dm“ verstärkt ihre Aktivitäten im Norden. Die Firma Budnikowsky hat sich von den Handelsmarken von „dm“ losgesagt und bewirbt die neu entwickelte Linie „budniCare“ auf Plakatwänden. Und jetzt ist seit zwei Wochen auch noch die Lidl-Marke „Cien“ mit Sophia Thomalla in TV, Print und Outdoor am Start.

Ziel der Kampagne von Lidl ist sicherlich, die Marke zu emotionalisieren und durch ein geeignetes (sexy und gut aussehendes) Testimonial kosmetische Kompetenz aufzubauen. Dadurch lösen sich die Grenzen zwischen Handelsmarken und Herstellermarken immer mehr auf: die Preisleistung der Eigenmarken steigt gefühlt für den Konsumenten. Somit geraten die Herstellermarken unter Druck. Eine Befreiung ist nur mit einem Vorsprung durch Innovationen und einer starken Marke möglich, die Verbraucher langfristig bindet. Eine große kostspielige Herausforderung für die gesamte Industrie.

Der 4B-Markencheck für Cien:

BesondersDifferenzierte Markenstrategie   

Die Marke CIEN möchte sich ein „angesagtes“ Profil zulegen um jüngere marken-affine Konsumentinnen anzusprechen. Die gut aussehende Sophia Thomalla wirkt als unverbrauchtes modernes Testimonial wie ein „Turbo“.

Bedeutsam: Relevantes Angebot  – Über die Produktleistung und das Sortiment erfahren wir nichts.Bewegend: Effiziente Kommunikation  –  

Der Spot ist sehr modern und differenzierend zu anderen Werbespots- allerdings zu 100% auf Frau Thomalla zugeschnitten. Eine glaubwürdige Nutzung der Produkte durch Frau Thomalla sowie eine Darstellung der Produkte und Marke kommen zu kurz.

Bindend: Langfristige Markenbindung   

Cien steht am Anfang der Markenbildung – es wird sicherlich preisbewusste Verbraucherinnen geben, die die Marke aufgrund der Werbung ausprobieren und – wenn die Qualität überzeugt – dabei bleiben.

Alles in allem ein interessanter neuer Angang für eine Eigenmarke, der jedoch einen langen Atem erfordert – damit er nicht verpufft – sondern an Glaubwürdigkeit gewinnt.

 

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